zum Inhalt

Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda

Rat und Hilfe

Seelsorge

Seelsorge ist ein kirchlicher Begriff für die Sorge um andere Menschen, für die wir uns - auch Gott gegenüber - verantwortlich fühlen. Das Wort kommt vom lateinischen "cura animarum" und drückt aus, dass man sich nicht nur Sorgen um andere Menschen macht, sondern dass man sich denen zuwendet, die Trost und Hilfe notwendig haben. Seelsorge als Hilfe zum Leben mit Gott geschieht in allen Bereichen unseres Kirchenkreises. In den Gottesdiensten und im Frauenkreis, in den Gesprächen bei einem Kirchenchor oder bei besonderen Besuchen. Dieser weite Begriff der Seelsorge erinnert alle Christen immer wieder daran, dass sie und die Institution Kirche mit all ihrem Tun Menschen zum Leben mit Gott helfen soll. Als Hilfe zum Glauben ist Seelsorge zugleich Lebenshilfe, weil es keinen Glauben ohne Bedeutung für das kirchliche Leben gibt. Wenn Sie Interesse an einem seelsorgerlichen Gespräch über Leben und Glauben haben, können die die ersten Ansprechpartner die jeweiligen Geistlichen und Mitarbeiter Ihrer Gemeinde sein.

Neben dieser allgemeinen Seelsorge gibt es die spezielle Seelsorge um Menschen, die aus einem besonderen Anlass heraus geschieht. Die wichtigsten Bereiche sind hier Krankheit, Trauer, Gefängnis, Ehe und Sexualität. Schon seit längerem gibt es deshalb für diese Bereiche besondere Ausbildungszweige und Beauftragungen. 

Seelsorge bei Krankheiten
Eine Krankheit bricht immer überraschend und verunsichernd in den Lebensplan der Betroffenen ein: Die bisherigen Ordnungen werden ungültig und der Interessenshorizont verändert sich. Mit Angst wird der eigene Körper und die Reaktion der Ärzte beachtet. Trost gibt alles, was Hoffnung stärkt, während ein falscher Trost den Ernst der Lage nur verschleiert. Trostlos ist immer die Hoffnungslosigkeit, denn ohne Hoffnung kann niemand leben. Inhaltlich kann die Hoffnung verschiedenen gefüllt werden, doch prägend ist das Vertrauen in einen Gott, der jeden auch in der schwersten Zeit begleitet und in seiner Hand hält.
In den Krankenhäusern unseres Kirchenkreises können Sie bei der Aufnahme angeben, ob Sie ein Gespräch mit einer evangelischen Seelsorgerin oder einem evangelischen Seelsorger wünschen. Dieses Angebot ist unabhängig von der Kirchenmitgliedschaft - und ist schon oft hilfreich gewesen. Wenn Sie zu Hause krank sind oder um eine schwere Krankheit von Angehörigen und Freunden wissen, sind die Geistlichen in Ihrer Gemeinde für eine Nachricht dankbar.

Gefängnisseelsorge
Das Leben in einem Gefängnis ist vom normalen Alltagsleben fundamental unterschieden. In dieser besonderen Lage kann es gut sein, gemeinsam mit einem Seelsorger die Möglichkeit zu haben, über sein Leben mit allen guten Seiten, aber auch mit seinen Brüchen nachzudenken. Für die JVA Volkstedt hat der Kirchenkreis deshalb Pfr. Steffen Richter als Gefängnisseelsorger angestellt, der jeden Tag im Gefängnis zu Gesprächen, Andachten und anderen Angeboten ist.

Beziehungsseelsorge
Jeder Mensch lebt in Beziehungen: Mit Eltern und Kindern, mit Geschwistern und Großeltern, mit Verwandten und Freunden, mit Nachbarn und Kollegen. Nicht jede Beziehung gelingt. Immer wieder spüren wir Menschen unser Scheitern, das insbesondere im Rahmen der Familie als sehr schmerzhaft empfunden wird. Oft wird es als hilfreich erfahren, seine eigenen Erfahrungen im geschützten Raum der Seelsorge zu äußern, zu bedenken und Hinweise zu erhalten. Die kirchlichen Seelsorger nehmen dabei weder die Rolle eines Richters oder eines Aufklärers auf, sondern versuchen, im Gespräch neue Blickwinkel zu erarbeiten, praktische Hilfestellungen zu geben und gemeinsam um Gottes Hilfe im konkreten Fall zu bitten.
Bei allen Beziehungssorgen können Sie sich an Ihren Ortsgeistlichen wenden. Auch die Diakoniepfarrerin Margot Runge kann jederzeit helfen, einen geeignten seelsorgerlichen Gesprächspartner zu finden.

© Webdesign & Programmierung: Webagentur lilac-media Halle | Software für Kirchenkreis-Webportale
nach oben|Seite drucken