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Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda

Engagement

Lektoren

Der Gottesdienst ist einer der zentralen Punkte der Gemeinde. Diesen gut vorbereitet zu halten oder mit zu gestalten haben sich Lektoren vorgenommen.

Während im normalen Sprachgebrauch vieler Gemeinden die Lektorin oder der Lektor (vom lateinischen "lector", deutsch „Vorleser“ abgeleitet) diejenigen bezeichnet, die im Gottesdienst das Evangelium lesen und die Abkündigungen mit vorbereiten, werden im gesamtkirchlichen Bereich mit Lektorin/Lektor diejenigen normalen Gemeindeglieder bezeichnet, die sich in Fortbildungen eine theologische Grundbefähigung erworben haben, um selbstständig Gottesdienst halten zu können. Dazu gehört neben dem Vortragen der Evangeliumslesung auch die Gestaltung der Liturgie und das Vortragen vorgefertigter Lese-Predigten oder das selbstständige Erarbeiten einer Predigt.

Es wird unterschieden zwischen: 

Lektorendienst: Ausbildung durch den Kirchenkreis. 

Qualifizierter Lektorendienst: Ausbildung durch den Gemeindedienst der EKM

Verantwortlich für die Lektorenarbeit im Kirchenkreis sind Pfrn. Dörte Paul und Pfr. Markus Blume.

Nach der Ausbildung beauftragt dann die Kirchenkreisleitung die jeweiligen Ehrenamtlichen mit dem Lektorenamt.

Beispiel einer Lektorenausbildung: Christiane Soyke

Die evangelische Kirche wird von Grundgedanken des „Priestertums aller Gläubigen“ geprägt: Nicht nur der Pfarrer darf Gottesdienste halten, sondern jeder Christ mit einer entsprechenden Ausbildung. In unserem Kirchenkreis halten als Lektoren eine ganze Reihe von Gemeindegliedern schon seit vielen Jahren Gottesdienste. Im Jahr 2012 hat sich unter anderen Christiane Soyke zur Ausbildung zum qualifizierten Lektorendienst entschieden: 6 Wochenenden der Ausbildung, selbstständig Gottesdienste zu gestalten. Im Folgenden berichtet sie selbst davon:


Angefangen hatte alles mit einem Flyer, den mir Pfr. Blischke gegeben hat. Nach reiflichen Überlegungen und Gesprächen in der Familie habe ich mich dazu entschlossen, an diesem Lehrgang zum Lektorendienst über mehrere Wochenenden teilzunehmen. Jedes Wochenende stand unter einem bestimmten Thema wie „Gottes Gegenwart in unserer Mitte feiern“, „Vom Glauben reden“ oder „Mit Herz und Mund und Händen“. Die Seminare hatten zum Ziel, selbständig in der Lage zu sein, einen Gottesdienst mit allen Bestandteilen der Liturgie, Predigt, Auswahl der Lieder und Segen abzuhalten. Gleich beim ersten Treffen war ich erstaunt, wie viel junge Leute an dieser Ausbildung interessiert waren. Mit Begeisterung lernte ich die Gruppe von 20 Teilnehmern kennen. Jedes unserer Wochenenden endete mit einem oder zwei Gottesdiensten in der Umgebung. Auf diese Art und Weise haben wir einige Kirchen kennengelernt, aber auch unsere Stärken und Schwächen. Die Qualität ist von Mal zu Mal gestiegen. Jeder hatte Achtung vor den Aufgaben des Anderen. Wir haben uns gegenseitig Mut gemacht und unterstützt. Ich hatte das Gefühl, in einem feinmaschigen Netz zwischen Himmel und Erde zu schweben. Diese Anerkennung und Akzeptanz in der Gruppe haben meiner Seele gut getan und mir auch Mut für die Aufgaben in unserer Kirchengemeinde gemacht.
Ich danke Gott für diese schöne Zeit und bin dankbar für den Anstoß zur Ausbildung und das darin ausgedrückte Vertrauen. Nun bin ich gespannt auf meine neuen Aufgaben in unseren Kirchengemeinden – doch ich weiß, dass Gott mich auf all meinen Wegen beschützt.
Ihre Christiane Soyke
 

 

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