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Evangelischer Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda

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Erklärung der Kreissynode vom 18. April 2015

20.04.2015

Erklärung der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda

„Ich bin fremd gewesen und ihr habt mich aufgenommen.“ (Matthäus 25.35)


Flüchtlinge brauchen unsere Hilfe

Die Kreissynode des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda appelliert an alle Menschen, Flüchtlingen mit Achtung und Respekt zu begegnen, ihnen Hilfe und Unterstützung zu gewähren und sie vor Anfeindungen und Ausgrenzung in Schutz zu nehmen. Sie appelliert zugleich an die politisch Verantwortlichen, Flüchtlinge am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Dazu gehören das Recht auf eine menschenwürdige Unterkunft, das Recht, einer bezahlten Arbeit nachgehen zu können und das Recht, die deutsche Sprache zu erlernen.

Die Flüchtlinge, die ihre Heimat verlassen müssen, nehmen oft große Risiken für Leib und Leben auf sich. Diejenigen, die nach Deutschland kommen, haben in der Regel eine lange Leidenszeit hinter sich – oft mit traumatischen Folgen.
Die Kreissynode spricht sich deshalb dafür aus, mit den Flüchtlingen in Kontakt zu treten, mit ihnen zu reden, ihnen zuzuhören und ein öffentliches Zeichen zu setzen, dass uns ihr Schicksal nicht gleichgültig ist.

Die evangelische Kirche ist bereit, viel stärker gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Die Kreissynode ermutigt deshalb die Kirchengemeinden, Gemeindeglieder, Mitarbeitende und Flüchtlingsinitiativen zu unterstützen, selbst aktiv mitzuarbeiten und finanziell zu unterstützen. Wir appellieren an Kirchengemeinden, wo immer möglich Flüchtlinge einzuladen – in Gemeindekreise, zu Gottesdiensten, zu Gemeindefesten oder anderen Veranstaltungen. Zugleich bittet die Synode zu prüfen, ob kircheneigene Gebäude für Flüchtlinge als Unterkünfte bereitgestellt werden können.

Das Jesus-Wort aus dem Matthäus-Evangelium erinnert daran, dass Christinnen und Christen aufgerufen sind, sich an die Seite der Flüchtlinge, der Schwachen und Bedrängten zu stellen. Dies kann auf vielfältige Weise geschehen – sei es durch soziale Projekte zur Integration von Flüchtlingen, durch Erteilung von Deutsch-Unterricht, durch Unterstützung bei Behördengängen, durch Kleider- und andere Sachspenden, durch Hilfestellung bei der Bewältigung des Alltags, durch persönliche Begegnung mit Freundlichkeit, einem Lächeln und einem offenen Ohr oder in Einzelfällen auch durch Kirchenasyl. Wir treten dafür ein, dass jeder Mensch unabhängig seiner Herkunft, Religion oder sexuellen Identität in Würde leben kann.

 

Sangerhausen, den 18.04.2015
 

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