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Evangelischer Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda

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Schnell im Hören - langsam im Reden

Schnell im Hören - langsam im Reden Aus meiner Jugend besitze ich ein Poesiealbum. Als ich in der 5./ 6. Klasse war, hatte jeder so eines, und wir haben sie eifrig ausgetauscht und in Schönschrift hineingeschrieben. Heute sind sie ziemlich aus der Mode geraten, was schade ist; denn viele der Lebensweisheiten, die wir uns damals mit auf den Weg gegeben haben, habe ich immer noch im Kopf. Eine davon ist: „Willst du nicht dir und andern schaden, vergiss das eine nicht:/ Man muss sich stets gut überlegen, zu wem und was man spricht./ Ein Wort zu viel bringt manchen Kummer, entfremdet leicht ein Herz./ Lass Zorn und Ärger dich nicht leiten, nach ihnen kommt der Schmerz.“

Leider scheint mit den Poesiealben auch diese Weisheit aus der Mode gekommen zu sein. Auf Twitter, Facebook und Whatsapp überlegen viele nicht mehr, zu wem und was sie sprechen bzw. twittern. Eher im Gegenteil: In Klassenchats und sogar in der großen Weltpolitik ist das unüberlegte Austeilen inzwischen auf der Tagesordnung. Es wäre also an der Zeit, sich die alte Weisheit wieder zu Herzen zu nehmen, die nicht nur eine Weisheit aus einem 30 Jahre alten Poesiealbum ist, sondern über 2000 Jahre zurückreicht; denn schon im Brief des Jakobus aus dem Neuen Testament liest man: „Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“

Anders als der Poesiealbumspruch sagt der Brief des Jakobus aber nicht nur, dass wir nicht vorschnell reden sollen. Er sagt auch, was wir stattdessen tun können, nämlich: Schnell sein zum Hören! Bevor wir also reden, whatsappen, twittern: zunächst zuhören, was der oder die andere sagt, und nachdenken, was ihm oder ihr wichtig ist. Zuhören auch auf das eigene Herz, das eigene Gewissen. Und zuhören auf Gottes Wort, das uns immer wieder aufrichtet und aufmuntert, so dass wir den unüberlegten Tweet doch gar nicht nötig haben. Wirkliches Zuhören setzt aber Ruhe voraus. Dass Sie diese Ruhe finden in Sommerabenden im Garten oder auf dem Balkon, bei Veranstaltungen in unseren Gemeinden oder in der Natur, die uns umgibt, das wünsche ich Ihnen!   

Ihre Vikarin Mareike Blischke

 

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