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Evangelischer Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda

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Ab 1. November: Veranstaltungen in den Kirchengemeinden  

Veranstaltungen in Corona-Zeiten Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass es ab dem 2. November bis zum 30. November weitreichende Einschränkungen gibt, die alle das Ziel haben, Infektionen zu vermindern. Es gilt die Grundregel, dass sich maximal 10 Bewohner von höchstens zwei Haushalten treffen dürfen.  Während Gottesdienste und Andachten erlaubt bleiben, hat diese Grundregel erhebliche Auswirkungen auf das kirchliche Leben, wie Sup. Andreas Berger schreibt: 

Liebe Schwestern und Brüder,

die neuen Pandemiebestimmungen der Länder, die gerade erarbeitet werden, werden natürlich auch unser kirchliches Leben betreffen. Zurzeit werden die Landesverordnungen erarbeitet und natürlich wird auch die Landeskirche bei ihrem Krisenstab am 4.11.2020 Festlegungen treffen und gegebenenfalls die Rundverfügung anpassen. Ein entsprechendes Schreiben finden Sie in der Anlage.

Insgesamt möchte ich noch einmal den leitenden Grundsatz der Bestimmungen des Bundes verdeutlichen, weil er auch ein Prüfkriterium für unsere Arbeit in den Gemeinden und für die Arbeit der Gemeindekirchenräte ist, da wir nicht jeden Einzelfall abschließend regeln können und Sie verantwortlich vor Ort entscheiden müssen. Im Grunde genommen geht es darum, dass bei den steigenden Infektionszahlen  soziale Kontakte möglichst vermieden werden sollen und die Menschen zu Hause bleiben. Der Gesetzgeber musste abwägen, welche Einrichtungen geschlossen werden, um ein öffentliches Leben weitgehend herunterzufahren und nur die Einrichtungen offenzuhalten, die unmittelbar lebensnotwendig sind. Das Bittere ist für viele, dass nach diesem Maßstab auch Einrichtungen gerade im kulturellen Bereich geschlossen werden, die weder durch große Hotspots bekannt sind und ein gutes Hygienekonzept hatten und jetzt um ihre wirtschaftliche Existenz fürchten. Es geht aber eben darum, insgesamt Kontakte zu vermeiden . In diesem Sinne können wir dankbar sein, dass wir als kirchlich Mitarbeitende nicht vor ähnlich wirtschaftlich schwierigen Situationen stehen wie viele Gemeindeglieder und dürfen umso mehr die seelsorgerische Begleitung verstärken.

Ein weiterer Punkt zum Umdenken für die nächsten vier Wochen ist genau eine Umkehrung all dessen, was uns bisher als gute Lösung erschien: Veranstaltungen im Freien. Gerade hier trift aber im Zuge der Kontaktbeschränkungen der Grundsatz zu, dass nicht mehr Menschen als aus zwei Hausständen sich treffen können. Damit sind Martinssumzüge oder Feiern zum Volkstrauertag am Denkmal nicht möglich. Es Ist natürlich keine Lösung, dass alle Veranstaltungen, egal welcher Art, als Gottesdienste deklariert werden um Bestimmungen zu umgehen.Natürlich kann es auch einen Gottesdienst im Freien geben, aber hier gilt das oben Gesagte und ich bin sicher, dass Sie alle mit Augenmaß handeln werden.

Insgesamt sind wir sehr dankbar, dass gottesdienstliches Leben nicht eingeschränkt ist und wir fröhlich Gottesdienst feiern können. Dazu ermutige ich Sie ausdrücklich, nicht nur Gottesdienste am Sonntag zu feiern, sondern gerade auch Wochenschlussandachten oder kleine gottesdienstliche Andachtsformen in der Woche verstärkt anzubieten. Kantorinnen und Kantoren können diese musikalisch mitgestalten, wenn andere Formen schwer möglich sind. Das kann auch ein Ersatz für Frauenhilfsgruppen und Seniorenkreise sein.Weiterhin sollten wir digitale Angebote verstärken, aber auch an die vielen denken, die nicht digital erreichbar sind. Niemand verbietet uns Seelsorgebesuche, Anrufe bei Gemeindegliedern, die auf Begleitung warten oder auch Andachten zu mitnehmen, die in die Häuser verteilt werden. Wir sollen solidarisch und mit Augenmaß auch unsere Möglichkeiten nutzen und auch offensiv für die Menschen da sein.

Neben diesen allgemeinen Fragen möchte ich noch auf einige Arbeitsbereiche eingehen. All das kann jetzt nur vorläufig sein, weil wir die Verordnungen der Länder abwarten müssen, weiterhin müssen Allgemeinverfügungen von besonders betroffenen Landkreisen und auch die Rundverfügung der Landeskirche beachtet werden. In diesem Sinne sind manche Auskünfte jetzt erst vorläufig und vielleicht nach den Verordnungen überholt, aber den vielen Anfragen geschuldet, und einer notwendigen Planung, die einen gewissen Vorlauf erfordert.

1. Gottesdienste

Gottesdienste sind weiterhin möglich. Ganz wichtig ist, dass die Hygienestandards eingehalten werden, alle Teilnehmenden in Listen erfasst werden und die Plätze in den Kirchen gekennzeichnet werden. Das ist durch Ordner sicherzustellen.Für die Höchstteilnehmerzahlen unabhängig von den Abständen gelten die Verordnung der Länder, im Kreis Mansfeld-Südharz(max.100 TN in geschlossenen Räumen)  und im Landkreis Sömmerda gelten größere Einschränkung für geschlossene Räume, die zu beachten sind. Die Verordnungen der beiden Landkreise hänge ich noch einmal an.Seien Sie kreativ und bieten neben Gottesdiensten auch kleinere Andachtsformen und Wochenschlussandachten und ähnliches an.Singen im Gottesdienst sollte nur mit Maske erfolgen und auch nur unter Einhaltung natürlich der Mindestabstände oder unterbleiben.

2. Seniorenkreise

Hier warten wir noch auf die Allgemeinverfügung des Landes. In Sachsen-Anhalt sollen Tagesstätten für Seniorinnen und Senioren geöffnet bleiben. Hier wird zu prüfen sein, ob generell eine Möglichkeit besteht unter Einhaltung des Hygienekonzeptes sich auch in Frauenkreisen oder Seniorenkreisen zu treffen. Falls es prinzipiell möglich wäre sollten Sie aber immer bedenken, dass natürlich das Menschen aus Hochrisikogruppen sind und auch die Einhaltung von entsprechenden hygienischen Standards von den Teilnehmenden akzeptiert und praktiziert werden muss. Gerade das muss in der nächsten Zeit mit einem Höchstmaß an Sorgfalt geschehen. In diesem Sinne müssen Sie vor Ort entscheiden, ob Seniorenkreise, falls möglich, mit hygienischen Standards stattfinden,die von den Teilnehmenden auch akzeptiert und eingehalten werden,oder  ob es stattdessen Andachtsformen gibt oder sie im nächsten Monat zunächst ausfallen.

3.Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Auch hier erwägt das Land Sachsen-Anhalt die Öffnung von Einrichtungen der Jugendhilfe und natürlich der Schulen und Kindergärten. Hier ist zu prüfen, wie die Verordnung der Länder aussehen wird. Ob es Konfirmandenunterricht geben kann oder andere Angebote für Kinder und Jugendliche muss überlegt werden. Zum einen kann man es in Analogie zu Schulen und Horten sehen, auf der anderen Seite widerspricht es eigentlich dem Prinzip des Zusammenkommens von Personen aus mehr als einem Hausstand, wo nur Gottesdienste als Ausnahmeregelung ausgenommen sind. Hier sollten Sie sorgfältig überlegen, ob sie diese Veranstaltungen stattfinden lassen. Aber auch da wird es noch Regelungen der Landeskirche und der jeweiligen Länder geben.Natürlich sind Martinsumzüge und Ähnliches nicht möglich, und zwar gerade nicht im Freien.
Ob man eine Martinsandacht in der Kirche als Gottesdienst feiert hängt davon ab, ob die Kinder dann wirklich die Abstände einhalten und alle hygienischen Voraussetzungen vorliegen. Das könnte ich mir nur im absoluten Einzelfall vorstellen.

4.Kirchenmusik

Gerade kirchenmusikalische Gruppen leiden sehr unter den Bestimmungen. Konzerte sind jetzt ab 2.11. nicht möglich , gerade in Analogie zu den staatlichen Bestimmungen. Natürlich kann es musikalische Gottesdienste geben. Chorgesang und Instrumentalgruppen sollten aber nicht bei gottesdienstlichen Veranstaltungen in den nächsten Wochen stattfinden oder höchstens solistisch im entsprechenden Abstand.

5. Gemeindekirchenräte und andere Gremien

Gemeindekirchenräte können nach geltendem Standard weiterhin tagen. Sie müssen selber entscheiden, ob das als Präsenzveranstaltung oder Telefonkonferenz oder im Umlaufverfahren stattfindet. Auch Dienstberatungen und Konvente können selbstverständlich stattfinden und auch der Kreiskirchenrat wird sich treffen. Abgesagt wird aber die Kreissynode am 6. November. Hier käme doch eine größere Anzahl von Menschen auch aus verschiedenen Regionen und Risikogebieten zusammen,  so dass sich das Präsidium entschlossen hat, die Synode abzusagen und erst planmäßig wieder zur Frühjahrssynode am 6. März 2021 zusammenzukommen. Darüber werden die Synodalen alle noch schriftlich informiert.Der Pfarrkonvent am 4. November findet in verkürzter Form ebenfalls in Lutherstadt Eisleben statt.

Liebe Schwestern und Brüder, die nächsten Wochen und wahrscheinlich Monate werden mit Belastungen für unsere Gemeinden, aber auch unsere Gesellschaft verbunden sein. Wir sollten uns darauf besinnen, das Evangelium auf vielfältige und kreative  Weise weiterzusagen und es auch uns selbst immer wieder neu zuzusprechen. Ich danke allen, die sich intensiv einsetzen für die Menschen vor Ort,  auch für Überlegungen zu Weihnachten und zu Gemeindeveranstaltungen. Wichtig ist bei allem, dass wir den Menschen nahe sind und dabei wissen, dass Gott uns nah ist, gerade dann, wenn unsere Kräfte nachlassen.

Ihr Sup. Andreas Berger

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Die nächsten 5 Veranstaltungen:


03.12.20 13:30 Uhr
AG der Mobilen Kirche
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04.12.20 18:00 Uhr
Musikalische Andacht zum Advent
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06.12.20 09:00 Uhr
Gottesdienst zum 2. Advent
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06.12.20 10:15 Uhr
Gottesdienst zum 2. Advent
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06.12.20 14:00 Uhr
Adventsandacht und -konzert mit 'Am besten gestern'
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