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Wort zur Woche: Sonntag Laetare

26.03.2020

Wort zur Woche

Wort zur Woche - Sonntag Laetare

Liebe Gemeindeglieder zwischen Unstrut und Harz, in der Goldenen Aue und im Mansfelder Land!

Dieser Sonntag ist anders. Kaum Verkehr auf den Straßen, Menschen, die schweigen und sich aus dem Weg gehen, trotz schönsten Frühlingswetters. Am letzten Sonntag haben wir noch Gottesdienste gefeiert. Diesmal ist der erste Sonntag, an dem es keine Gottesdienste gibt in all unseren Kirchen. Das gab es vielleicht das letzte Mal zum Ende des Krieges, kaum einer erinnert sich daran.

Es gibt Gottesdienste im Fernsehen, im Internet. Viele schöne Ideen sind schon geboren und Sie sind eingeladen, auf unserer Homepage zu schauen, was es an Mutmachendem gibt. Aber wir merken selbst beim Fernsehgottesdienst: Da fehlt etwas. Die Menschen, die mitfeiern.

Viele Menschen haben sich vorgenommen, jeden Tag etwas Positives für sich zu denken oder von einer guten Tat zu erzählen. Nicht nur zu klagen, sondern etwas zum Freuen zu entdecken.

Für viele gibt es keinen Grund zur Freude: Mancher hat die Kündigung erhalten, andere sind in Kurzarbeit. Kleine Handwerker, Künstler und Gewerbetreibendende fürchten um ihre Existenz. Und keiner weiß, wie lange das noch gehen wird. Können wir uns freuen?

Lätare  heißt dieser Sonntag. Mitten in der Passionszeit werden wir aufgefordert: freut euch! Der Sonntag hat sogar eine eigene Farbe, nämlich rosa. Wenn man das Violett der Passionszeit mischt mit dem Weiß des Ostersonntags dann entsteht Rosa. Keine rosarote Brille nach dem Motto: alles halb so schlimm! Wir sind in einer großen Krise, in einer Leidenszeit. Mitten in unserer Passionszeit dürfen wir uns erinnern, was Jesus seinen Jüngern und uns sagt: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Joh 12, 24)

In dieser großen Hoffnung, dass Christus für uns und mit uns gelitten hat, dass er mit uns geht und dass wir uns ihm gerade in solchen Krisen ganz nah fühlen dürfen ist schon ein Grund zur Freude. Der Tod und das Leid machen uns Angst, sie haben aber ihren letzten Schrecken verloren. Es gibt uns Mut und Zuversicht bei allem, was wir jetzt bewältigen müssen.

Viele Mitarbeitenden im Kirchenkreis überlegen, wie sie kreativ etwas anbieten für Kinder und Jugendliche, für Gemeinden. Die Pfarrerinnen und Pfarrer sind selbstverständlich alle erreichbar und ansprechbar. Rufen Sie an! Es gibt viele Aktivitäten, anderen zu helfen und die Schwachen nicht aus den Augen zu verlieren. Wir müssen weder verhungern noch verdursten, die Hygieneartikel sind nun auch reichlich in jeden Haushalt vorhanden und wir brauchen keine Angst vor Bomben zu haben. Wir können immer noch an die denken, die genau das erleben auf dieser Welt.

Ich wünsche uns, dass wir in den nächsten Wochen miteinander unterwegs sind, anrufen und miteinander sprechen. Auch einmal merken, was uns wichtig ist und was wirklich im Leben zählt. Vielleicht jemanden anrufen, den wir lange nicht gesehen haben und ihm ein Stück Freude damit schenken. Mit den Kindern ein Spiel spielen oder mit Jugendlichen Zeit haben für ein Gespräch. Und vor allem: getröstet auf dem Weg sein mit Christus.

In der Verbundenheit dieses Glaubens grüße ich Sie herzlich

Ihr Superintendent Andreas Berger

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