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Wort zur Woche: Palmsonntag

03.04.2020

Wort zum Palmsonntag

Die Umfragen sehen gut aus für die große Koalition. Endlich wird gehandelt, kommen klare Ansagen, werden nötige Maßnahmen durchgesetzt. Es sind auch die im Blick, die besonders von der Wirtschaftslage betroffen sind. Sogar die Opposition hat so gut wie nichts auszusetzen. Das Beobachten wir nicht nur in Deutschland: In allen Ländern der Welt, die von dieser Krise betroffen sind, steigen die Beliebtheitswerte der regierenden Politikerinnen und Politiker. Ich staune immer wieder, wie viel Zumutungen Menschen hinnehmen und sogar noch nach weiteren verschärften Maßnahmen rufen. Alle spüren, es ist gut, wenn man sich auf jemand verlassen kann, der sich um andere sorgt wie ein Hirte für seine Schafe, ein Vater und eine Mutter für ihre Familie oder auch ein guter König für sein Land. An sie alle gibt es dann ganz viele Erwartungen, die erfüllt werden wollen.

Am heutigen Palmsonntag geht es um dem Empfang für Jesus in Jerusalem, der wie ein König empfangen wird: Menschen jubeln ihm zu, ihr Kleider werfen sie auf die Straße wie einen Teppich und er reitet darüber auf einem Esel in die Stadt hinein. Die Menschen wedeln mit Palmzweigen und rufen:  Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel! (Joh 12,12-19)

Wunderbar so ein Empfang, denn die Menschen haben viel von Jesus gehört: Er hat Menschen geheilt, sogar Tote auferweckt! Mit ihm beginnt jetzt ein wunderbares Leben, der sollte König sein!

Schon wenige Tage später sind die gleichen Menschen auf der Straße und wieder geht es um Jesus. Nun rufen Sie aber nicht mehr Hosianna!  sondern senken den Daumen und rufen: Kreuzige ihn!.

So einen Sinneswandel erleben nicht nur Parteivorsitzende in kurzer Zeit, sondern alle Menschen, auf die hohe Erwartungen gelegt werden, die oft gar nicht zu erfüllen sind. Das gilt für Wirtschaftsführer und Ärzte, Wissenschaftler oder eben Politiker. So schnell sie in der Gunst der Menschen gestiegen sind, so schnell fallen sie tief. Dabei wissen die Menschen gar nicht, dass sie recht gehabt haben mit ihren Hoffnungen und Erwartungen, als sie Jesus zujubelten. Das sie sogar noch viel mehr erwarten durften, als sie sich in ihren kühnsten Träumen ausmalen konnten. Denn der Tod am Kreuz, den sie in ihrer Enttäuschung gewünscht haben, war für sie der Weg zum Leben, Ein Leben, das auch der Tod nicht beendet. Dass die Auferstehung nicht nur für sie und ihre Kinder und Enkel gilt, sondern für alle Menschen bis heute. Ein König, der ganz anders ist. Der nicht durch Härte überzeugt, sondern durch übergroße Liebe bis dahin, dass er sich selbst opfert für uns. Gott sei Dank!

Gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!

Superintendent Andreas Berger, Lutherstadt Eisleben

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