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Evangelischer Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda

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Wolfsberg

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Kirche Außenansicht:
Kirche Innenansicht:

Gemeindeblatt:

Gemeindebrief Roßla Juni - August 2024 (*.pdf-Datei, 3 MB)
(eingestellt am 27.05.2024)

Weitere Informationen:

Homepage:
http://www.pfarrbereich-rossla.de
Einwohner:
110
Gemeindeglieder:
33
Sprechzeiten Pfarrer/in:
Pfr. Folker Blischke
jederzeit nach Vereinbarung, Tel. 034651/2217 mobil 0174/4311928
Büro:
Wilhelmstr. 50, OT Roßla, 06536 Südharz
Telefon:
034651/2217
Öffnungszeiten Gemeindebüro:
Gemeindesekretärin Angela Kühne
Dienstags von 14:00 - 17:00 Uhr
Donnerstags von 9:00 - 12:00 Uhr
gemeindebuero@pfarrbereich-rossla.de
Regelmäßige Veranstaltungen:
Gottesdienst monatlich
Gemeindenachmittag monatlich Donnerstags 14:30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus

Kirche:

Name der Kirche:
St. Marien
Standort der Kirche:
Wolfsberger Gänseberg, 06526 Sangerhausen
Entstehungszeit der Kirche:
Da die Ersterwähnung des Ortes Wolfsberg auf das Jahr 1199 zu datieren ist, entstand der Ort Wolfsberg vermutlich im 12. Jahrhundert unterhalb der gleichnamigen Burg auf dem so genannten „Schlossberg“, von der heute fast keine sichtbaren Reste mehr vorhanden sind. Im 13. Jahrhundert wird eine der heiligen Maria gewidmete Kirche bzw. Kapelle genannt, wobei historisch unklar ist, ob sich diese auf dem Schlossberg oder am heutigen Platz der Kirche befunden hat.
Spätestens ab 1400 befand sich die Kirche aber wie heute in der Dorfmitte. Die Mauern der heutigen Kirche entsprechen zumindest bis in Höhe der Fenster genau den Maßen dieses gotischen Kirchbaus. Da Wolfsberg ursprünglich zu den Besitzungen der Grafen zu Stolberg gehörte, wurde mit der Einführung der Reformation in der Grafschaft in den Jahren zwischen 1540 und 1555 auch das evangelische Bekenntnis in Wolfsberg eingeführt. Die Liste der evangelischen Pfarrer in Wolfsberg beginnt nachweisbar mit dem Pfarrer Salomon Pellio im Jahr 1574. Das evangelische Bekenntnis wird dann baulich im 1676 eingebauten Altar und in der neuen Kanzel sichtbar.
Veränderung der Kirche: Aufgrund der Mauerwerksschäden wird dann 1704 während der Regierungszeit des Stolberger Grafen Jost-Christian eine Sanierung der Kirche begonnen: Das Fenster an der Ostseite wird vermauert, neue Fenster werden bei neu umfassten gotischen Fensteröffnungen an der Nord- und Südwand eingebaut. Hatte die Kirche ursprünglich keinen Kirchturm, wird nun ein Turm aufgesetzt und ein Fachwerkanbau an die Westseite gebaut. Im Inneren werden die Emporen eingezogen, damit auch eine Orgel ihren Platz finden kann. Aufgrund der Stolberger Erbteilung gehört Wolfsberg seit 1719 dann zum Gebiet der Grafschaft Stolberg-Roßla, die ihren Sitz in Roßla hatte. Unter den Roßlaer Grafen wurde die Sanierung dann mit der Errichtung eines neuen Dachstuhls und der Dachneueindeckung sowie mit dem Einbau der hölzernen Tonne 1722 beendet.
Heutige Kirche: Die heutige Wolfsberger Kirche St. Marien entspricht wesentlich ihrem gotischen Grundriss mit baulichen Veränderungen der Zeit von 1704-1722. Es ist eine hübsche, kleine Saalkirche, deren Mauern aus dem 14./15. Jahrhundert stammen, während die innere Gestaltung aus der Zeit des Umbaus Anfang des 18. Jahrhunderts stammt. Bauhistorisch stellt die Wolfsberger Kirche so einen wirklichen Glücksfall dar, der die Kontinuität zwischen dem gotischen Mittelalter und der Neuzeit einprägsam darstellt. Im größeren Umkreis von Wolfsberg ist allein die gotische Kirche in Questenberg ein ähnliches Beispiel einer klassischen Dorfkirche, deren Form seit über 7 Jahrhunderten erhalten blieb. Besonders eindrücklich für diese Verbindung der Jahrhunderte ist die gotische Sakramentsnische hinter dem barocken Altar.
Bauzustand der Kirche:
Baulicher Zustand: Die kleine Kirchengemeinde Wolfsberg hat in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, ihre Kirche zu erhalten. In einem ersten großen Sanierungsschritt wurde der Turm von seiner Fachwerkstruktur saniert und neu mit Schiefern gedeckt. Das Ziffernblatt wurde neu eingebaut und die Bronzeglocke aus dem 15. Jahrhundert erhielt ein neues Joch. Auch der Vorraum der Kirche im Turm ist innen erneuert. Im Jahr 2016 ist es dann gelungen, den Dachstuhl mit seinem Ringanker zu sanieren und die Kirche mit traditionellen Tonziegeln in „Harzer bunt“ zu decken. Im Jahr 2018 konnte in den Vorraum eine beheizbare Winterkirche eingebaut werden. Im Jahr 2020 konnte dann die Außenhülle saniert werden: Mauerrisse, offen Fugen des Sandsteinfundaments und starke Putzschäden wurden behoben, damit die Kirche auch von außen wieder schön aussieht.
Orgel:
Die vermutlich erste Orgel wurde im Jahr 1793 in die Wolfsberger Kirche eingebaut. Als diese am Ende des 19., Jahrhunderts große Schäden aufwies, wurde im Jahr 1889 eine neue Orgel von der Werkstatt Stro-bels gebaut, die nach seinem Tod 1884 von seinen Söhnen Reinhold und Adolf weitergeführt wurde.
Die Wolfsberger Orgel ist die kleinste Orgel in den Kirchen des Pfarrbe-reichs. Sie hat nur ein Manual (=Tastenbrett) und besitzt insgesamt 6 Register, von denen 4 zum Manual und 2 zum Pedal gehören. Die Pfeifen, die vorn im Prospekt sichtbar sind, sind wie bei fast allen Kirchenorgeln nicht angeschlossen, sondern nur für die Optik eingebaut. Sie ist auch seit vielen Jahren nicht mehr spielbar.

Mitarbeitende:

Pfarrer:
Dr. Folker Blischke
Kantoren (nebenamtlich):
Im Pfarrbereich Roßla gibt es nur ehrenamtliche Organisten für die Gottesdienste:
Jutta Wilding
Asmus Blischke
Michael Schoppe

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